Im März 2026 führte Susanne Kohler, Schulsozialarbeiterin am Paul-Distelbarth-Gymnasium Obersulm (PDG), eine Präventionsveranstaltung zum Thema Cybergrooming mit den Klassen 6a und 6b durch. Ziel der Veranstaltung war es, die Schülerinnen und Schüler über mögliche Gefahren im Internet aufzuklären und ihnen Strategien für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln.
Zu Beginn wurde der Begriff „Cybergrooming“ geklärt. Die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler erfuhren, dass darunter das gezielte Ansprechen und Manipulieren von Kindern und Jugendlichen im Internet durch Erwachsene verstanden wird – meist mit der Absicht, Vertrauen aufzubauen, persönliche Informationen oder Bilder zu erhalten oder sogar Treffen vorzubereiten.
Im Anschluss wurde gemeinsam erarbeitet, welche Warnsignale auf Cybergrooming hindeuten können und wie man reagieren sollte, wenn der Verdacht besteht, von einer fremden Person mit entsprechenden Absichten kontaktiert worden zu sein. Dabei wurde auch thematisiert, warum es sinnvoll und wichtig ist, solche Vorfälle bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Darüber hinaus überlegten die Schülerinnen und Schüler, welche Einstellungen am Smartphone oder in genutzten Apps dazu beitragen können, das Risiko von unerwünschten Kontakten zu verringern.
Nach dieser theoretischen Erarbeitung des Begriffs gestalteten die beiden Klassen Rollenspiele zum Thema. Dabei schlüpften die Jugendlichen in verschiedene Rollen und spielten typische Situationen aus Chats oder sozialen Netzwerken nach. Auf diese Weise konnten sie ausprobieren, wie man in unangenehmen oder verdächtigen Situationen reagieren kann. Gemeinsam wurden passende Strategien und Verhaltensweisen erarbeitet, etwa klare Grenzen zu setzen und keine persönlichen Daten weiterzugeben. Ein besonderer Fokus lag außerdem darauf, durch gezielte Fragen wichtige Informationen zu sammeln, die im Falle einer Anzeige bei der Polizei von Bedeutung sein können.
Die Schülerinnen und Schüler fanden die Veranstaltung sehr interessant und beteiligten sich engagiert an den Übungen und Gesprächen. Besonders die Rollenspiele halfen ihnen, das Thema besser zu verstehen und Handlungsmöglichkeiten für den Ernstfall kennenzulernen.