Wie viel Arbeit steckt eigentlich in einer Flasche Wein? Wo wird überall Wein angebaut, und nach welchen Kriterien entscheiden sich Menschen im Supermarkt für eine bestimmte Flasche? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen während der Projektwoche vom 20. bis 24. Juli 2026 nach.
Begleitet wurde das Weinbauprojekt in dieser Woche von Frau Messer, Frau Baumgärtner, Frau Reiniger, Frau Kohler, Frau Wehrmaker, Herrn Messer, Herrn Gallion und Herrn Döttling.
Zum Einstieg beschäftigten sich die Klassen mit den Weinbaugebieten in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa. Sie erfuhren, welche Arbeiten im Laufe eines Jahres im Weinberg anfallen und welche Maschinen dabei zum Einsatz kommen. Auch die verschiedenen Formen von Weinflaschen sowie die Gestaltung und Bedeutung von Etiketten wurden genauer untersucht. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler selbst kreativ werden: Mit eigenen Ideen gestalteten sie Etiketten für mitgebrachte Flaschen und entwarfen passende Deckblätter für ihre Projektordner.
Ein besonderer Höhepunkt der Woche war der ganztägige Ausflug nach Löwenstein. Dort besuchten die Schülerinnen und Schüler die Weingärtnergenossenschaft Löwenstein und erhielten einen anschaulichen Einblick in die Verarbeitung und Vermarktung des Weins bei einer Kelterführung. Danach ging es zu Fuß entlang des Breitenauer Sees zurück zur Schule. Unterwegs gab es eine gemütliche Pause am Wengertshäusle, wo die WG die ganze Gruppe auf ein Glas Traubensaft einlud.
Am Mittwoch wurde der Blick auf das Einkaufsverhalten gerichtet. Bei einem Supermarktbesuch untersuchten die Schülerinnen und Schüler das Weinangebot verschiedener Supermärkte und sammelten Daten zu Sorten, Preisen, Herkunftsregionen und Etiketten. Ergänzt wurden die Ergebnisse durch eine zuvor durchgeführte Haushaltsumfrage. Im Unterricht werteten die Klassen ihre Erhebungen anschließend aus und konnten erkennen, welche Faktoren die Kaufentscheidung beeinflussen.
In Gruppen bereiteten die Schülerinnen und Schüler schließlich Präsentationen und Rollenspiele vor. Dabei wurde recherchiert, diskutiert, geschrieben, gestaltet und geprobt. Den Abschluss der Projektwoche bildeten die Präsentationen am Freitag, bei denen die Gruppen ihre Arbeitsergebnisse vorstellten. So konnten alle noch einmal sehen, wie vielfältig das Thema Weinbau ist.
In der abschließenden Rückmeldung bewerteten die Schülerinnen und Schüler besonders die Ausflüge, die Rollenspiele, die abwechslungsreiche Mischung aus Theorie und praktischer Arbeit sowie die Präsentationen am Ende positiv. Auch die Arbeitsblätter zur Auswertung des Supermarktbesuchs und der Umfrage wurden als hilfreich empfunden.